Orchester, Ensembles und Akademien

Konzerthaus Berlin - Konzerthausorchester


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Konzerthaus Berlin - Konzerthausorchester

1952 wurde das Konzerthausorchester, das sich damals noch wie sein Vorgänger aus Vorkriegszeiten Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) nannte, als städtische Einrichtung in Ost-Berlin erneut gegründet und erwarb unter Kurt Sanderling, Chefdirigent von 1960 bis 1977, internationale Anerkennung. Ein Schwerpunkt lag auf Musik von Gustav Mahler und Dmitri Schostakowitsch, dessen Werke ihre deutsche Erstaufführung häufig durch das BSO erlebten.
1977 wurde Günter Herbig zum Chefdirigenten berufen, Claus Peter Flor übernahm die Leitung 1984 und das Orchester bekam mit dem Schauspielhaus am Gendarmenmarkt eine eigene Spielstätte. Der imposante Bau von Karl Friedrich Schinkel wurde zum Konzerthaus umgebaut. In der Amtszeit des dänischen Dirigenten Michael Schønwandt (1992 – 1998) wurde das BSO offiziell zum Hausorchester am Konzerthaus Berlin. Sein Nachfolger wurde Eliahu Inbal.

Unter Chefdirigent Lothar Zagrosek erhielt das Orchester 2006 seinen neuen Namen und wurde zum Konzerthausorchester Berlin. Chefdirigent von 2012 bis 2018 war der Ungar Iván Fischer, der dem Klangkörper seitdem als Ehrendirigent verbunden ist. Mit der Saison 2019/20 übernimmt Christoph Eschenbach die Position als Chefdirigenten. Seit der Saison 2017/18 ist Juraj Valčuha Erster Gastdirigent.

Heute gehört das Konzerthausorchester Berlin mit seinen über 13.000 Abonnenten zu den Klangkörpern mit der größten Stammhörerschaft in ganz Deutschland. In mehr als 100 Konzerten pro Saison begeistert es sein Publikum im Haus am Gendarmenmarkt mit Werken von Monteverdi bis Lachenmann. An der 2010 gegründeten heutigen Kurt-Sanderling-Akademie werden hochbegabte junge Orchestermusikerinnen und -musiker ausgebildet.

Während der letzten Jahre hat das Konzerthausorchester sein Profil auf ein wesentliches Anliegen hin besonders geschärft: Dem Publikum Musik nah zu bringen. Dafür engagieren sich die Musikerinnen und Musiker etwa in neu entwickelten Formaten wie der Mozart-Matinee mit musikalischer Kinderbetreuung, beim begeistert aufgenommenen „Mittendrin“, wo Zuhörer im Konzert direkt neben Orchestermusikern sitzen, oder auch als Mitwirkende der Clips #klangberlins, die in den sozialen Medien millionenfach geklickt und geteilt wurden. Für diesen Gesamtansatz gab es den erstmals vergebenen Preis „Innovatives Orchester 2017“ der Deutschen Orchester-Stiftung. Er ging, so die Begründung der Jury, an „einen Klangkörper (…),  der sich stark über die Verbundenheit mit seiner Heimatstadt Berlin definiert.
Die Musikerinnen und Musiker wollen das Orchester für alle Berliner sein und vielfältige Zugänge zur klassischen Musik sowie eine breite kulturelle Teilhabe ermöglichen.“ 


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